Kein Sonnenaufgang im Pfälzerwald…

Patricia/ Februar 24, 2022/ Ausflugsziele, Fotospots, Wanderungen/ 1Kommentare

…aber ein Treffen mit dem Pfälzer Brillenhund.

Von hartnäckigen Wolken im Pfälzerwald statt Sonnenaufgang, einer Wanderung im Dahner Felsenland zum Löffelsberg und dem Treffen mit dem Brillenhund van Dusen. Alles anders als geplant, dafür umso schöner.

So war das nicht geplant.

Eigentlich wollte ich auf dem Kühhungerfelsen den Sonnenaufgang fotografieren und anschließend eine Wanderung Richtung Busenberg dranhängen. Der erste Teil fiel leider aus, die Wolken wollten die Sonne nicht durchlassen. Sie haben zwar immer mal eine Lücke angedeutet, aber dann doch wieder gesagt. „Nö, heute nicht.“ Der zweite Teil, die Wanderung, war da schon besser. Und zum Schluss kam das gar nicht geplante Highlight. Das Treffen mit Dumbo van Dusen und seiner „Mama“ Annette.

Fakten, Fakten, Fakten

Umgebung: Pfälzerwald, Dahner Felsenland, Schwanheim, Oberschlettenbach, Busenberg

Highlights/Felsen: Kühhungerfelsen, Löffelsberg Steintürme, Löffelsberg Aussichtspunkt und Felsentor, Wolfshorn, nette Freunde

Wegführung Komoot

Länge: 18,9 km

Höhe: 530 hm

Wege: Alles, vom schmalen Pfad bis zum breiten Forstweg. Aber alles gut begehbar.

Tour/gps-Daten bei Komoot

Die Wanderung.

Start war in Schwanheim auf dem Parkplatz an der Paddelhütte. Die ersten 3 Kilometer gings erst mal nur bergauf durch den Wald. Vorbei an der Wasgauhütte zum Kühhungerfelsen. Dort hieß es warten. Auf den hoffentlich schönen Sonnenaufgang. Aber ne, war nich‘. Wie oben schon geschrieben, die Wolken haben mich auf den Arm genommen und wollten die Sonne einfach nicht durchlassen. Also gut, dann versuche ich mein Glück am Löffelsberg. Vielleicht schafft sie es auf dem Weg dahin doch noch.

Die Trollwohnungen mit Sonnenblick.

Und tatsächlich, kaum am Anstieg zum Berg angekommen, kam die Sonne durch. Oben an den Steintürmen konnte ich mich dann austoben und die ersten Sonnenfotos machen. Ich frage mich jedes Mal, wer diese Türme mitten im Wald aufgesetzt hat und wie lange die da wohl schon stehen? Eine Freundin meinte mal, da wohnen bestimmt Trolle drin. Ich wollte aber nicht nachschauen. Um diese frühe Zeit klopft man nicht einfach so an fremden Türen.

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Felsenturm im Wald

Nächster Halt: Löffelsberg West.

Der Weg zieht sich auf dem Bergrücken entlang, immer wieder stehen dort weitere „Wohnungen“. Von wem auch immer. Übrigens gibt es rund um Busenberg sehr viele davon. Vermutlich ist hier die höchste Dichte an Trollwohnungen im Pfälzerwald. Auf der Westseite des Löffelsbergs gibt es einen Aussichtspunkt mit Blick auf Schindhard und Busenberg. Seitlich am Felsen entlang führt ein schmaler Pfad zum Felsentor.

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Felsentor am Löffelsberg

Aussichtspunkt Löffelsberg

Blick auf Busenberg und Schindhard

Nach einer kurzen Rast änderte ich wieder meine Planung und wanderte auf der Südseite um den Berg herum statt im schattigen Norden. Und weiter durch den inzwischen sonnigen Wald auf dem Oberschlettenbacher Höhenweg wieder Richtung Kühhungerfelsen. Den wollte ich dann doch noch mal im Sonnenlicht sehen.

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Bunter Wald – blauer Himmel

Felsen-Fenster

schöner Trail

Ein überraschendes Treffen. Juhu!

Kurz vor dem Felsen kam mir eine Wanderin mit Hund entgegen. Da ich gerade mit Komoot beschäftigt war, hab‘ ich nur kurz Hallo gesagt, und wollte schon weitergehen. Aber Stopp!, Halt!, die beiden kenne ich doch. Das ist doch Annette mit ihrem Hund Herr van Dusen. Was ein großes Hallo, als sie mich auch wiedererkannt hat. Wir folgen uns schon einige Jahre gegenseitig auf Facebook und Instagram und hatten uns ein Jahr vorher schon mal am Kirschfelsen getroffen. Das war eine Freude. Und schon ging das Erzählen los. Wenn wir eine Bank gehabt hätten und es nicht ganz so kalt gewesen wäre, würden wir wohl jetzt noch quatschen… Herr van Dusen hat sich in der Zeit noch ausgiebige Knuddeleinheiten von mir abgeholt und ein bisschen das Laub umgegraben. Was ein Hund halt so macht, wenn er Langeweile hat.

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Brillenhund van Dusen beim Schubbern

Portrait van Dusen

Exkurs: Wieso hat der denn eine Brille an?

Ja, die Frage muss Annette des Öfteren beantworten wenn sie und van Dusen im Pfälzerwald unterwegs sind. Sie wird in verschiedenen Tonlagen gestellt. Die angenehmsten Mitmenschen sind die, die einfach nur Interesse haben. Die anderen unterstellen modischen Schnick-Schnack bis hin zur Tierquälerei. Nein, das ist es absolut nicht. Es hat einen ernsten Hintergrund. Van Dusen hat eine Augenerkrankung. Die UV-Strahlen des Sonnenlichts schädigen die Augen, was bis zur Erblindung führen kann. Die Brille schützt vor diesen Strahlen was ein Fortschreiten der Krankheit verhindert oder zumindest verlangsamt. Zusätzlich kann dadurch die Menge der Augentropfen reduziert werden. Die Brille wurde ursprünglich für K9-Diensthunde konzipiert, um diese vor UV-Strahlen, Staub, Wind und Fremdkörpern zu schützen. Und so können auch Annette und van Dusen ohne Probleme ihre Wanderungen bei Sonnenlicht machen.

Es wird kalt, schnell weiter.

Bei unserem Gespräch wurde uns dann doch langsam kalt, und wir haben unsere jeweilige Tour in entgegengesetzte Richtungen fortgeführt. Ich durfte die tolle Aussicht vom Kühhungerfelsen tatsächlich in vollem Sonnenschein genießen und mich nebenbei noch ein bisschen von der Sonne wärmen lassen. Die weitere Tour habe ich kurzerhand umgeplant und verlängert. Das Wetter wollte ich ausnutzen und noch ein bisschen weiter wandern. Ich fügte noch einen Umweg über Wolfshorn und Hahnenstein hinzu. Den Hühnerstein ließ ich links liegen. Mit meinem Rucksack hätte ich eh nicht durch die enge Leiter gepasst, die auf den Felsen führt. Von dort wars noch ein letzter großer Bogen um Schwanheim herum und ich war wieder am Parkplatz.

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Blick auf den Haselstein

Blick auf den Haselstein

Kühhungerfelsen

Kühhungerfelsen

Weg zum Kühhungerfelsen

Weg zum Kühhungerfelsen

Bank auf dem Kühhungerfelsen

Bank auf dem Kühhungerfelsen

Fazit:

  • Alles anders als geplant, wie so oft beim Wandern im Pfälzerwald.
  • Fast 19 statt 12 km und 150 hm mehr.
  • Eine Tour wie im Urlaub mit viel Wald und Felsen im Dahner Felsenland
  • Und ganz wichtig: ein tolles Treffen mit ursprünglich virtuellen Freunden.

Wenn ihr mehr von dem Pfälzer Brillenhund van Dusen wissen wollt: Schaut doch mal auf seiner facebook-Seite vorbei oder folgt ihm auf Instagram.

Facebook: Dumbo van Dusen | Instagram: Pfalzdog

1 Kommentar

  1. Ohje, liebe Patricia ❤️

    Da bin ich beim Lesen aber jetzt total gerührt und auch sehr dankbar für Deine Erklärung zum Zweck der Brille! Du hast ihn so wunderbar festgehalten, den einen Charmeur, der jede Streichekeinheit von Dir total genossen hat! Wir müssen einfach mal gemeinsam los, dann kannst Du den werten Herrn auch in allen Facetten mal kennenlernen 😃 Wir fühlen durch Deine Erzählung dieser Begegnung total gerührt. Und JA…..mit Bank wären wir da wohl festgefroren 🤗

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